Eine Webseite ist doch nicht mehr wichtig, oder?
Oft bekommen wir gesagt „Unsere Kontakte kommen über Empfehlungen!“ oder „Unsere Webseite bringt nichts!“ – Aussage eins mag stimmen – Aussage zwei ist schlichtweg falsch!
Selbst wenn der Erstkontakt über eine Empfehlung oder über einen Social-Media-Kanal kommt, ist es sehr häufig die Webseite, die den Ausschlag in die eine oder andere Richtung gibt.
Ich selber verschaffe mir durch den Besuch der Webseite einen Eindruck vom Unternehmen oder Dienstleister. Springt mir da optisch das Jahr 2003 entgegen oder im Sommer der Weihnachtsgruß des letzten Jahres, weiß ich schon: „Hier bin ich richtig falsch!“ – und dann Adios Amore, Good bye!
Die Webseite ist für sehr viele Menschen die letzte Hürde
Die Homepage ist der Meilenstein, an dem alle vorherigen Bemühungen noch einmal scheitern können – oder eben zum Klick, Kontakt, Anruf, Email führen – und zum Geschäft, zum Auftrag, zur Bewerbung.
Damit die Customer Journey deiner Kunden nicht auf deiner Webseite endet, solltest Du fünf Dinge im Griff haben:
- Aktualität – letzter Blogbeitrag vor 2 Jahren – macht keinen guten Eindruck. Entweder verzichtet auf News und Blog oder ihr postet regelmäßig und seid aktuell. Variante zwei ist zweifelsohne die bessere!
- Darstellung – zeigt die Webseite wirklich, wie gut dein Unternehmen ist? Oder zeigt es ein Abbild von vor 4 Jahren? Sind die Ansprechpartner aktuell? Die Leistungen? Die Rahmenbedingungen?
- Einladung – macht es die Seite leicht Kontakt aufzunehmen? Oder muss ich erst im Impressum die Telefonnummer raussuchen? Gibt es Hilfen für die Kontaktaufnahme? Sind die Kontakt-Schaltflächen, Rufnummern und Email gut auffindbar?
- Transparenz – die Navigation der Seite sollte den Besucher führen und zum Kontakt einladen, nicht abschrecken. Sind alle wichtigen Inhalte leicht auffindbar und gut verständlich aufbereitet?
- Persönlichkeit – ist Deine Webseite eine Sammlung von CGPT Texten mit Stockphotos? Dann könnte es hier scheitern. Zeigt wer ihr seid, zeigt Persönlichkeit, Charakter, Werte!
Natürlich kann man darüber hinaus noch eine Reihe von Dingen ergänzen – Ladezeit, Suchmaschinenoptimierung , DSGVO Konformität, Barrierefreiheit und so weiter – aber lassen wir diese vorwiegend technischen und rechtlichen Aspekte einmal kurz außen vor.
Für deine Webseite gilt „You never get a second chance for a first impression“ – und darum sprechen wir an der Stelle vom Point-of-Proof – von dem Moment wo sich das positive Bild, das der Besucher durch eine Empfehlung oder durch einen interessanten Socialmedia Post vorher hatte, bewahrheitet oder wo es sich in Luft auflöst und das bereits geweckte Interesse in die ewigen Jagdgründe eingeht.
Einen Blick voraus werfen
Ich netzwerke regelmäßig und natürlich, werfe ich dann auch gerne mal einen Blick auf die Webseiten meiner Gesprächspartner, besonders bei anstehenden Vier-Augen-Terminen. Das Ergebnis ist nicht selten ernüchternd. Natürlich gibt es gelegentlich auch positive Überraschungen. Öfter sieht man Webseiten, die handwerklich sicher in Ordnung sind, aber austauschbar – bis auf Namen und Foto. Ohne echte Persönlichkeit und individuellen Charakter.
Und das ist schade, weil ich gerade im Gespräch immer wieder feststelle, wieviel Persönlichkeit, Leidenschaft, Erfahrung mein Gegenüber mitbringt. Leider wird es selten auf der Webseite sichtbar.
Facebook reicht uns
Natürlich gibt es Unternehmen – gerne in der Gastronomie – die haben erst gar keine Webseite mehr. „Facebook genügt uns!“ heißt es dann. Nun – schade, ein Restaurant ohne Webseite fällt bei mir persönlich sofort durch und wird von mir sicher nicht besucht!
Wenigstens Speisekarte, Infos zu Events, Anfahrt, Öffnungszeiten, Parkplätze, Tischreservierungsoption – das erwarte ich von einem Gastronomen – wenn ich mir das aus Facebook-Beiträgen zusammenpuzzeln soll – sage ich zumindest „Nein danke!“
Plädoyer für Euren Point-of-Proof
- Zeigt mehr Charakter – nicht nur Skills!
- Zeigt Eure Werte – nicht nur Werdegang!
- Zeigt wofür ihr steht – nicht nur wo ihr seid!











