Zwei Jahre vor George Orwell
Zwei Jahre vor dem imaginären Jahr in dem „Big Brother“ uns alle beobachtet hatte ich zwei Begegnungen, die mein Leben maßgeblich beeinflussen sollten. In unserer Schule zogen vier Commodore PET ein – die ersten Heimcomputer überhaupt – und ich habe zum ersten Mal das Pen & Paper Rollenspiel „Das schwarze Auge“ gespielt.
Beides begleitet mich bis heute – sowohl Computer als auch Pen& Paper Rollenspiele, ersteres beruflich, das andere rein privat. Was ein Computer ist, brauche ich wohl eher nicht zu erklären, aber vielleicht, was das andere ist…
Das Licht der Fantasie
Ein Pen-&-Paper-Rollenspiel ist ein Spiel, bei dem die Spieler gemeinsam ein Abenteuer erleben – ohne Computer, dafür mit Fantasie, Papier und Bleistift, ungewöhnlichen Würfeln und manchmal sehr fragwürdigen Entscheidungen.
Eine Person übernimmt die Spielleitung und beschreibt, was passiert: düstere Burgen, seltsame Gestalten, gefährliche Situationen oder Tavernen, in denen garantiert irgendwas schiefgeht. Die anderen spielen ihre eigenen Figuren und entscheiden, was sie tun möchten.
Ob der große Plan klappt oder spektakulär scheitert, entscheiden meist Würfel und ein paar Regeln.
Kurz gesagt: Es ist wie ein Film zum Mitmachen – nur dass niemand weiß, wie er ausgeht. Sowas habe ich mit 15 begonnen und bis zur Geburt meiner ersten Tochter regelmäßig gespielt – die mich dann ihrerseits mit 15 genötigt hat, für sie und Freunde den Spielleiter zu machen – das war vor 15 Jahren. So schließt sich der Kreis.
All you need is… a story
Für Rollenspiel braucht man Kreativität – der Spielleiter, der sich die Rahmenhandlung – also die Story – ausdenkt, die, die Spieler, die sich in diese Welt hineinversetzen und mit der besten Grafikkarte der Welt („ihrem Hirn“) die Bilder dazu entwickeln. Man muss flexibel sein – weil die Spieler fast immer unerwartete Dinge tun – situativ kreativ reagieren. Man muss die Spieler herausfordern, aber nicht überfordern, man muss kommunizieren und gelegentlich auch mal ein bisschen schauspielern.
Und wo ist der Bogen zum Webdesign?
Das kreative Erzählen von Geschichten – das Storytelling ist elementarer Baustein sowohl des P&P Rollenspiels als auch des Webdesigns (hier ist der Bogen!).
Ohne Story ist eine Webseite nur halb so spannend wie die Briefmarkensammlung von Opa Paul. Bildchen, die man 8 Millionen mal gesehen hat und Text der weniger spannend ist als eine Raufaser-Tapete. Aufzählungen von Skills, Leistungen und dazu Stockphotos – das ist der Standard – das macht jeder.
Erzähl (D)eine Geschichte
Für uns gehört es zum Briefing zu erfragen, wen du erreichen willst, wer Deine Zielgruppe ist und wie diese Menschen ticken. Aber wir fragen auch sehr ketzerische Fragen wie:
- Was unterscheidet Dich/Euch? Du als Persönlichkeit? Eure Nachhaltigkeit? Deine Werte? Was macht Euch besonders? Was hebt Euch ab?
- Warum tut ihr, was ihr tut?
- Warum soll ich ausgerechnet Dich/Euch buchen? Dein Produkt kaufen?
Daraus versuchen wir mit Dir gemeinsam eine „Story“ zu entwickeln, den roten Faden, der eben deine Unterscheidungsmerkmale und die Gründe für Dich transportiert.
Mit Synthographie dem Stockfoto-Sumpf entfliehen
Um dem Sumpf der Stockphotos zu entkommen und nicht in im gleichförmigen Massenmodder unterzugehen, setzen wir Synthographie ein. Anders ausgedrückt KI-Bilder – als Mittel um Dir bzw. deiner Webseite einen einzigartigen Look zu verleihen.
Ich sehe vor dem geistigen Auge gerade den ein oder anderen skeptischen Blick und höre imaginäre Einwände wie „Das passt doch nicht zu uns!“ oder „Ist das denn noch authentisch?“ – die klare Antwort ist: Es kommt darauf an!
Ob wir eine Webseite mit KI-Animation aufwerten und punktuelle Akzente setzen oder die volle Packung Syntho-Power auf deine Webseite abwerfen, das muss man immer für den Einzelfall entscheiden. Es hängt von vielen Faktoren ab.
Lass uns gerne darüber reden!











