Social (Media) Recruiting: 5 Tipps wie man mit Facebook neue Mitarbeiter findet

Bei uns herrscht Fachkräftemangel

Und das bekommen besonders kleine und mittelständige Unternehmen zu spüren. Stellenanzeigen im örtlichen Wochenblatt oder beim Arbeitsamt bringen zwar vereinzelt Bewerbungen auf den Tisch, allerdings oft nicht von den erwünschten Bewerbern. Hier lohnt ein Blick über den Tellerrand! Social Recruiting, was in der IT-Branche bereits seit vielen Jahren gang und gäbe ist, könnte auch dem Handwerksbetrieb zu Erfolg verhelfen. Warum nur die Leute ansprechen, die bereits auf Jobsuche sind?  Oder gar diejenigen, die sich bewerben müssen, um Ihre Bezüge nicht in Gefahr zu bringen.

Was ist mit Personen, die zwar wechselwillig, aber (noch) nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind? Diese erreicht man über die klassischen Kanäle nicht.  Auf Portalen wie Xing, werden bereits seit vielen Jahren IT-Fachkräfte, aber auch Führungskräfte anderer Branchen direkt, oder über Headhunter angesprochen.

Xing und andere Business-Netzwerke, wie LinkedIn, sind stark auf Akademiker ausgerichtet, so dass dort nur sehr wenige Dachdecker, Glaser und Heizungsbauer zu finden sind. Aber hier kommt die gute Nachricht: Zum Glück ist Xing nicht die einzige Social Media Plattform, die für Social Media Recruiting geeignet ist! Insbesondere für Handwerker ist Facebook ein guter Kanal um passive Kandidaten anzusprechen.

 Wie ein Glaser einen viralen Hit landet

Das für die Zielgruppenansprache nicht immer hoch professionell erzeugter Content einer Werbeagentur von Nöten ist, beweist ein Glaser aus Debstedt, der kürzlich einen viralen Hit mit einem Video landete. Die Aufmerksamkeit ist ihm sicher, als er gleich zu Beginn seines einminütigen Videos eine Scheibe laut zu Boden knallen lässt. Im Anschluss zählt er auf welche Vergünstigungen  seinen zukünftigen Azubi erwarten und welche Erwartungen dieser erfüllen sollte.

Bereits nach wenigen Tagen wurde das Video über 1,3 Millionen Mal angesehen. Zahlreiche Bewerbungen, sogar aus weiter entfernten Städten, sind inzwischen bei ihm eingegangen.

Natürlich ist es mit einem einzelnen Video nicht getan. Das Video erregt Aufmerksamkeit, im nächsten Schritt sieht sich der potentielle Bewerber die Facebookseite an. Bleiben wir beim Beispiel des inzwischen im Internet bekannten Glasers: Die Seite ist gepflegt und gefüllt mit  zahlreiche Fotos und Videos aus dem Arbeitsalltag der Firma. Darunter Beiträge über besonders interessante und außergewöhnliche Einsatzgebiete, sogar ein Affengehege im Zoo ist dabei.

Fünf Social Media Recruiting Tipps 

  1. Den richtigen Kanal finden

Wer wird gesucht? Handwerker, Akademiker oder Azubis, oder von allem ein bisschen? Hier sollte man sich nicht verzetteln, indem man versucht auf möglichst vielen Plattformen präsent zu sein. Natürlich eignen sich für jede Zielgruppe verschiedene Kanäle, jedoch ist es besonders für kleine Unternehmen schwierig ausreichend Ressourcen zur Verfügung zu stellen, alle gleichermaßen gut zu bespielen. Finden Sie den gemeinsamen Nenner und konzentrieren Sie sich für den Anfang zunächst auf eine einzige Plattform. In der Regel ist das Facebook.

  1. Auf den Inhalt kommt es an

Ziel ist es über die Facebookseite das Vertrauen potentieller Bewerber zu gewinnen. Gewähren Sie den Besuchern einen Einblick in Ihren Arbeitsalltag.  Sie selbst, oder Ihre Mitarbeiter können per Video oder Fotostrecke bei der täglichen Arbeit begleitet werden. Oft leidet besonders das Handwerk an einem verstaubten Image, hier haben Sie die Chance dieses zu verbessern.

Präsentieren Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale. Was unterscheidet Sie vom Wettbewerb? Für was stehen Sie und wo wollen Sie hin? Sprechen Sie darüber auch mit Ihren Mitarbeitern und geben Sie ihnen eine Stimme. Keine Angst vor deren Kritik, möglicherweise ergibt sich dabei die Chance zur Verbesserung des Betriebsklimas. Zufriedene Mitarbeiter sind Ihr bestes Aushängeschild!

Machen Sie die Planung der Inhalte aber unbedingt zur „Chefsache“. Entwickeln Sie einen Strategie- und Themenplan, die Präsentation Ihres Unternehmens nach außen gehört nicht in Azubi- oder Praktikantenhände!

  1. Schalten Sie Werbeanzeigen                                                          

Sie haben Ihre Facebookseite mit Inhalten befüllt und sind startklar, sich und Ihr Unternehmen den potentiellen Bewerbern zu präsentieren? Nur leider kommen die nicht von alleine. Facebook-Seiten haben eine sehr geringe organische Reichweite, gleichzeitig bietet Facebook Unternehmen eine kostengünstige Möglichkeit Werbung gezielt an eine gewünschte Zielgruppe auszuspielen. Diese Möglichkeit sollte besonders zu Anfang für den Aufbau einer „Fangemeinde“ unbedingt genutzt werden.

  1. Nutzen Sie neue Kommunikationswege

Social Media bietet die Möglichkeit einer schnellen und einfachen Kontaktaufnahme „auf Augenhöhe“.  Nach dem schalten einer Werbeanzeige ist es nicht nur leichter, sondern auch ehrlicher und natürlicher, direkt innerhalb des Kanals zu kommunizieren. So entstehen keine Kommunikationshürden. Kleine Nachfragen sind leicht gestellt, ohne dass man sich um die Formulierung größere Gedanken machen müsste. Das sieht anders aus, wenn man auf klassischen Kanäle,  wie E-Mail oder gar Brief, zurückgreifen muss. Ein erster Kontakt ist über den Messenger kinderleicht hergestellt und vereinfacht auch den weiteren Weg. Treten Sie mit Ihren Bewerbern in einen „echten“ Dialog.

  1. Nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen

Bitte beachten Sie: Auch mit einer sehr guten Strategie erzielt man erst mittel- bis langfristig gute Ergebnisse! Auch ist der ROI (Return of Investment) von Social Recruiting Maßnahmen auf den ersten Blick nicht  sinnvoll messbar. Nutzen Sie Social Media als Kanal, mit dem Sie bekannter werden, wo Sie Gespräche auf Augenhöhe beginnen und so die Qualität Ihrer Kandidaten und Mitarbeiter langfristig zu steigern.

 Hilfe und Unterstützung

Gerne unterstützt Sie das Team von terramedia bei der Umsetzung. Wir bieten von der Social-Media-Schulung bis hin zur kompletten Betreuung Ihrer Social Media Kanäle individuelle Hilfe an. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns Sie und Ihr Unternehmen bei einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch kennenzulernen.

 

 

Kerstin Kann Verfasst von:

ist Co-Founder von terramedia und Social Media Managerin (ILS). Ihre Lieblingsorte sind Köln und das Internet. Bereits in den frühen 90ern entdeckte sie ihre Leidenschaft für Online-Kommunikation in Bulletin Boards, Foren und Chats – den Vorläufern der heutigen Social-Media-Kanäle. Sie beschäftigt sich intensiv mit Social-Media- und Onlinemarketing. Heute berät und coacht sie unsere Kunden und ist für die Strategie und Planung von SOM Projekten verantwortlich.

  • Bei uns herrscht Fachkräftemangel

    Und das bekommen besonders kleine und mittelständige Unternehmen zu spüren. Stellenanzeigen im örtlichen Wochenblatt oder beim Arbeitsamt bringen zwar vereinzelt Bewerbungen auf den Tisch, allerdings oft nicht von den erwünschten Bewerbern. Hier lohnt ein Blick über den Tellerrand! Social Recruiting, was in der IT-Branche bereits seit vielen Jahren gang und gäbe ist, könnte auch dem Handwerksbetrieb zu Erfolg verhelfen. Warum nur die Leute ansprechen, die bereits auf Jobsuche sind?  Oder gar diejenigen, die sich bewerben müssen, um Ihre Bezüge nicht in Gefahr zu bringen.

    Was ist mit Personen, die zwar wechselwillig, aber (noch) nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind? Diese erreicht man über die klassischen Kanäle nicht.  Auf Portalen wie Xing, werden bereits seit vielen Jahren IT-Fachkräfte, aber auch Führungskräfte anderer Branchen direkt, oder über Headhunter angesprochen.

    Xing und andere Business-Netzwerke, wie LinkedIn, sind stark auf Akademiker ausgerichtet, so dass dort nur sehr wenige Dachdecker, Glaser und Heizungsbauer zu finden sind. Aber hier kommt die gute Nachricht: Zum Glück ist Xing nicht die einzige Social Media Plattform, die für Social Media Recruiting geeignet ist! Insbesondere für Handwerker ist Facebook ein guter Kanal um passive Kandidaten anzusprechen.

     Wie ein Glaser einen viralen Hit landet

    Das für die Zielgruppenansprache nicht immer hoch professionell erzeugter Content einer Werbeagentur von Nöten ist, beweist ein Glaser aus Debstedt, der kürzlich einen viralen Hit mit einem Video landete. Die Aufmerksamkeit ist ihm sicher, als er gleich zu Beginn seines einminütigen Videos eine Scheibe laut zu Boden knallen lässt. Im Anschluss zählt er auf welche Vergünstigungen  seinen zukünftigen Azubi erwarten und welche Erwartungen dieser erfüllen sollte.

    Bereits nach wenigen Tagen wurde das Video über 1,3 Millionen Mal angesehen. Zahlreiche Bewerbungen, sogar aus weiter entfernten Städten, sind inzwischen bei ihm eingegangen.

    Natürlich ist es mit einem einzelnen Video nicht getan. Das Video erregt Aufmerksamkeit, im nächsten Schritt sieht sich der potentielle Bewerber die Facebookseite an. Bleiben wir beim Beispiel des inzwischen im Internet bekannten Glasers: Die Seite ist gepflegt und gefüllt mit  zahlreiche Fotos und Videos aus dem Arbeitsalltag der Firma. Darunter Beiträge über besonders interessante und außergewöhnliche Einsatzgebiete, sogar ein Affengehege im Zoo ist dabei.

    Fünf Social Media Recruiting Tipps 

    1. Den richtigen Kanal finden

    Wer wird gesucht? Handwerker, Akademiker oder Azubis, oder von allem ein bisschen? Hier sollte man sich nicht verzetteln, indem man versucht auf möglichst vielen Plattformen präsent zu sein. Natürlich eignen sich für jede Zielgruppe verschiedene Kanäle, jedoch ist es besonders für kleine Unternehmen schwierig ausreichend Ressourcen zur Verfügung zu stellen, alle gleichermaßen gut zu bespielen. Finden Sie den gemeinsamen Nenner und konzentrieren Sie sich für den Anfang zunächst auf eine einzige Plattform. In der Regel ist das Facebook.

    1. Auf den Inhalt kommt es an

    Ziel ist es über die Facebookseite das Vertrauen potentieller Bewerber zu gewinnen. Gewähren Sie den Besuchern einen Einblick in Ihren Arbeitsalltag.  Sie selbst, oder Ihre Mitarbeiter können per Video oder Fotostrecke bei der täglichen Arbeit begleitet werden. Oft leidet besonders das Handwerk an einem verstaubten Image, hier haben Sie die Chance dieses zu verbessern.

    Präsentieren Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale. Was unterscheidet Sie vom Wettbewerb? Für was stehen Sie und wo wollen Sie hin? Sprechen Sie darüber auch mit Ihren Mitarbeitern und geben Sie ihnen eine Stimme. Keine Angst vor deren Kritik, möglicherweise ergibt sich dabei die Chance zur Verbesserung des Betriebsklimas. Zufriedene Mitarbeiter sind Ihr bestes Aushängeschild!

    Machen Sie die Planung der Inhalte aber unbedingt zur „Chefsache“. Entwickeln Sie einen Strategie- und Themenplan, die Präsentation Ihres Unternehmens nach außen gehört nicht in Azubi- oder Praktikantenhände!

    1. Schalten Sie Werbeanzeigen                                                          

    Sie haben Ihre Facebookseite mit Inhalten befüllt und sind startklar, sich und Ihr Unternehmen den potentiellen Bewerbern zu präsentieren? Nur leider kommen die nicht von alleine. Facebook-Seiten haben eine sehr geringe organische Reichweite, gleichzeitig bietet Facebook Unternehmen eine kostengünstige Möglichkeit Werbung gezielt an eine gewünschte Zielgruppe auszuspielen. Diese Möglichkeit sollte besonders zu Anfang für den Aufbau einer „Fangemeinde“ unbedingt genutzt werden.

    1. Nutzen Sie neue Kommunikationswege

    Social Media bietet die Möglichkeit einer schnellen und einfachen Kontaktaufnahme „auf Augenhöhe“.  Nach dem schalten einer Werbeanzeige ist es nicht nur leichter, sondern auch ehrlicher und natürlicher, direkt innerhalb des Kanals zu kommunizieren. So entstehen keine Kommunikationshürden. Kleine Nachfragen sind leicht gestellt, ohne dass man sich um die Formulierung größere Gedanken machen müsste. Das sieht anders aus, wenn man auf klassischen Kanäle,  wie E-Mail oder gar Brief, zurückgreifen muss. Ein erster Kontakt ist über den Messenger kinderleicht hergestellt und vereinfacht auch den weiteren Weg. Treten Sie mit Ihren Bewerbern in einen „echten“ Dialog.

    1. Nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen

    Bitte beachten Sie: Auch mit einer sehr guten Strategie erzielt man erst mittel- bis langfristig gute Ergebnisse! Auch ist der ROI (Return of Investment) von Social Recruiting Maßnahmen auf den ersten Blick nicht  sinnvoll messbar. Nutzen Sie Social Media als Kanal, mit dem Sie bekannter werden, wo Sie Gespräche auf Augenhöhe beginnen und so die Qualität Ihrer Kandidaten und Mitarbeiter langfristig zu steigern.

     Hilfe und Unterstützung

    Gerne unterstützt Sie das Team von terramedia bei der Umsetzung. Wir bieten von der Social-Media-Schulung bis hin zur kompletten Betreuung Ihrer Social Media Kanäle individuelle Hilfe an. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns Sie und Ihr Unternehmen bei einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch kennenzulernen.

     

     

    Kerstin Kann Verfasst von:

    ist Co-Founder von terramedia und Social Media Managerin (ILS). Ihre Lieblingsorte sind Köln und das Internet. Bereits in den frühen 90ern entdeckte sie ihre Leidenschaft für Online-Kommunikation in Bulletin Boards, Foren und Chats – den Vorläufern der heutigen Social-Media-Kanäle. Sie beschäftigt sich intensiv mit Social-Media- und Onlinemarketing. Heute berät und coacht sie unsere Kunden und ist für die Strategie und Planung von SOM Projekten verantwortlich.

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